

Weißer Salbei
8,00 €
Von den Rauhnächten im Alpenraum bis zum Sahumerio in Mexiko: ein Kraut entzünden, den Rauch durch die Räume tragen, das Fenster öffnen.
In vielen Häusern der Welt zieht Rauch durch die Räume: In Mexiko sagt man sahumar, in Brasilien defumar, im Alpenraum räuchern.
Palo Santo (Bursera graveolens), zertifizierte Ernte aus Ecuador: ein Stab, den man direkt entzündet, ausbläst und beim nächsten Mal wieder anzündet.
Von den Rauhnächten im Alpenraum bis zum Sahumerio in Mexiko: ein Kraut entzünden, den Rauch durch die Räume tragen, das Fenster öffnen.

Eine feuerfeste Schale, ein Bett aus Sand oder eine Räucherkohle, die man bis zur Glut durchglühen lässt, ein Fenster einen Spalt offen. Rauch braucht Luft.

Palo Santo (Stab) und weißer Salbei (Bündel) werden direkt angezündet: die Spitze entzünden, die Flamme ausblasen, die Glut rauchen lassen.

Beifuß, Imphepho und mexikanischer Estragon kommen in kleinen Mengen auf die Kohle, eine Prise nach der anderen.

Die Schale von Raum zu Raum tragen, von den Ecken zur Tür. Agua de Florida wird nicht verbrannt: Man sprüht sie als feinen Nebel. Durch das offene Fenster erneuert sich die Luft.

Die Glut wird vollständig gelöscht, bevor man den Raum verlässt, und bis zuletzt beaufsichtigt. Man lüftet, und die Wohnung kehrt in ihren Alltag zurück.
« Got it here in Europe, I'm thrilled, shipping super fast. Imphepho is essential for ancestral work as incense or tea. :) »
Rauch durch das Haus zu tragen, ist einer der verbreitetsten Bräuche der Welt. Im Alpenraum und in Bayern räuchert man Haus und Stall in den Rauhnächten, mit den Kräutern aus dem Kräuterbuschen, der an Mariä Himmelfahrt geweiht wurde. In Mexiko und in den Anden heißt es sahumar, in Brasilien defumação. In Südafrika verbrennen die Sangoma Imphepho, um die amadlozi zu rufen, die Ahnen.
Jede Tradition sagt in ihren Worten, was der Rauch tut: segnen, schützen, vertreiben, was schwer liegt. Das sind Glaubensvorstellungen, und wir geben sie als solche wieder. Sicher ist: Der Rauch duftet, er markiert einen Übergang, und er verlangt ein offenes Fenster.
Beim Einzug in eine neue Wohnung, zum Wechsel der Jahreszeit, nach einer schweren Zeit, am Übergang ins neue Jahr. Im Alpenraum sind es die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig, und vor allem die vier großen: Thomasnacht, Christnacht, Silvester und die Perchtnacht vom 5. auf den 6. Januar.
Die Kräuter, die wir führen, und was jedes in den Rauch bringt:
Warum wir beim weißen Salbei genau hinschauen: Kommerzieller weißer Salbei, Anatomie einer ökologischen Krise.
Nichts, was nicht zum Räuchern gedacht ist: kein lackiertes oder behandeltes Holz, keinen Kunststoff, kein bedrucktes Papier, keine Pflanze, die man nicht sicher kennt. Manche Pflanzen sind auch im Rauch giftig. Und nicht in einem Raum, in dem gerade ein Säugling schläft oder ein Mensch mit Asthma sitzt.
Rauch reizt die Atemwege. Beim Räuchern ein Fenster offen lassen, danach gründlich lüften. Haustiere, besonders Vögel, aus dem Raum bringen. Wer Asthma hat oder auf Korbblütler wie Beifuß und Imphepho reagiert, räuchert besser gar nicht oder nur im Freien. Die Glut nie unbeaufsichtigt lassen, fern von Vorhängen, und am Ende vollständig löschen.
Zum Einzug, zum Wechsel der Jahreszeit, nach einer schweren Zeit, zum Jahreswechsel. Im Alpenraum ist die Zeit dafür traditionell die der Rauhnächte, vom 24. Dezember bis zum 6. Januar.
Ein Fenster einen Spalt öffnen, die Kräuter auf die durchgeglühte Räucherkohle in einer feuerfesten Schale legen oder den Stab direkt entzünden. Dann die Schale von Raum zu Raum tragen, von den Ecken zur Tür, die Glut vollständig löschen und gründlich lüften.
Ja, während und danach. Der Rauch braucht einen Weg nach draußen, und die Luft im Raum soll wieder frei atembar sein.
Behandeltes Holz, Kunststoff, bedrucktes Papier und Pflanzen, die man nicht sicher kennt. Manche Pflanzen sind auch im Rauch giftig.
Für lose Kräuter wie Beifuß, Lavendel oder Imphepho ja: Sie kommen als Prise auf die durchgeglühte Kohle, in einer Schale mit Sand. Ein Räucherstövchen mit Sieb über einem Teelicht geht auch und raucht sanfter. Palo Santo und weißer Salbei werden direkt angezündet.
Der Beifuß ist das Räucherkraut von hier, der weiße Salbei kommt aus Kalifornien und ist dort eine heilige Pflanze, die in der Wildnis knapp wird. Wer weißen Salbei räuchert, fragt am besten, woher er stammt.
Frag den Wald: Ethik einer Pflanze, Dosis, Abstammung, Synergie. Er teilt, was Völker weitergegeben haben und was Bücher geschrieben haben.