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Vitalpilze: Reishi, Lion's Mane, Cordyceps und Chaga, ihre Überlieferung und ihre Form

Reishi, Lion's Mane, Cordyceps, Chaga und drei weitere Vitalpilze: die Überlieferung jedes Pilzes, ihre Namen im Haus, wie man einen Extrakt liest und wie man ihn zubereitet.

Chaga „Yaga“Die Pflanze dieses ArtikelsChaga „Yaga“ · Inonotus obliquus4.9(28)ab 16,50 €Ansehen →

Die Pflanzen, die mit den Zyklen gehen, um sie ganz zu bewohnen.

⊹ Der Kreis des Heiligen Weiblichen · 3/22 · Margin

Kurz gesagt. Vitalpilze nennt man im Deutschen eine Handvoll Pilze, die in Asien und im hohen Norden seit Jahrhunderten getrunken werden: Reishi, Lion's Mane (der Igelstachelbart), Cordyceps und Chaga, dazu Maitake, Shiitake und die Schmetterlingstramete. Vier davon führen wir als Extrakt: Reishi, Lion's Mane, Cordyceps und Chaga. Dieser Leitfaden erzählt, woher jeder dieser Pilze kommt, und zeigt, woran man einen Extrakt erkennt: Fruchtkörper oder Myzel, Wasser- oder Doppelextrakt, deklarierte Gehalte.

Was sind Vitalpilze?

Das Wort ist im deutschen Sprachraum üblich. Es fasst Pilze zusammen, die man in kleiner Menge und über lange Zeit trinkt: als Absud, als Tee oder als Pulver in einer warmen Tasse. Man liest auch Heilpilze oder Medizinalpilze, auf Englisch functional mushrooms.

Die meisten stammen aus der chinesischen und japanischen Überlieferung. Der Chaga kommt aus den Birkenwäldern Sibiriens, Nordeuropas und Kanadas. Ein Teil wird bis heute wild gesammelt, ein Teil wird kultiviert.

Welche Vitalpilze gibt es?

PilzLateinischer NameÜberlieferungBei INFUSE
Reishi, LingzhiGanoderma lucidumChina, JapanExtrakt 15:1 aus dem Fruchtkörper; getrocknete Scheiben, wild gesammelt
Lion's Mane, IgelstachelbartHericium erinaceusChina, JapanExtrakt 8:1 aus dem Fruchtkörper
CordycepsCordyceps sinensis, Stamm CS-4Tibet, Bhutan, Nepal, ChinaExtrakt 6:1 aus kultiviertem Myzel
ChagaInonotus obliquusSibirien, Nordeuropa, KanadaExtrakt 8:1; wild gesammelte Stücke
MaitakeGrifola frondosaJapannicht im Sortiment
ShiitakeLentinula edodesChina, Japannicht im Sortiment
SchmetterlingstrameteTrametes versicolorChinanicht im Sortiment

Reishi, der Pilz der zehntausend Jahre

Auf Chinesisch heißt er lingzhi, auf Japanisch mannentake, „Pilz der zehntausend Jahre“. Sein Hut glänzt rotbraun wie lackiert und wächst als Fächer aus dem Holz. Das Shennong Ben Cao Jing, eines der ältesten Arzneibücher Chinas, stellt ihn in die oberste Klasse, shang pin: die Mittel, die man für einen langen Gebrauch als sicher ansah.

Für die Taoisten war er die Pflanze der Unsterblichen. Auf alten Bildern trägt ihn Shou Lao, der Gott des langen Lebens, und die Legende erzählt, die Unsterbliche Magu habe ihre Unsterblichkeit einem Wein mit Reishi verdankt. Wild war er so selten, dass ein Edikt des Kaisers im Jahr 1004 der Überlieferung nach jeden im Reich gefundenen Reishi an den Hof beorderte. Seit den 1970er-Jahren wird er kommerziell kultiviert; der wilde bleibt selten.

Bei uns: Reishi in feinen getrockneten Scheiben, wild gesammelt in Sibirien, mitten im Winter; und ein Extrakt 15:1 aus dem Fruchtkörper eines in China kultivierten Reishi, doppelt extrahiert (Wasser und Alkohol), aus einer biologisch zertifizierten Lieferkette, mit deklarierten Gehalten von mindestens 20 % Beta-Glucanen und 4 % Triterpenen. Er schmeckt erdig und sehr bitter. Traditionell mildert man ihn mit Honig, Süßholz, Jujube oder Goji-Beeren.

Lion's Mane, der Igelstachelbart

Statt eines Hutes trägt er eine Kaskade weißer Stacheln, die vom Stamm alter Laubbäume hängt. In China heißt er houtou, „Affenkopf“, und war lange ein Luxus des Kaiserhofs, so selten fand man ihn wild. In Japan heißt er yamabushitake, Pilz der Yamabushi, der Bergasketen des Shugendō, deren Gewänder weiße Quasten tragen. Im Haus heißt er der Pilz des klaren Geistes. Auf Deutsch heißt er Igelstachelbart oder Löwenmähne. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wird er kultiviert.

Bei uns: Lion's Mane als Extrakt 8:1 aus dem Fruchtkörper, nur mit heißem Wasser extrahiert, aus einer biologisch zertifizierten Lieferkette, mit mindestens 18 % Beta-Glucanen und ohne Füllstoff. Warum der Fruchtkörper: Ein auf Getreide gezogenes Myzel wird oft mit dem Getreide vermahlen und bringt viel Stärke mit, und Stärke zählt bei einer Angabe „Polysaccharide“ mit.

Cordyceps, Sommergras und Winterwurm

Auf Tibetisch heißt er Yartsa Gunbu, „Sommergras, Winterwurm“. Der wilde Pilz wächst auf den Hochweiden Tibets, Bhutans und Nepals, oberhalb von 3000 Metern, aus einer Raupe, die er im Boden befallen hat. Nomadenfamilien sammeln ihn von Hand; die Ernte belastet die Hochweiden, und der Pilz ist rar und teuer geworden. Die Botanik nennt die wilde Art heute Ophiocordyceps sinensis. Die chinesische Medizin ordnet ihn den Funktionskreisen Lunge und Niere zu. Im Haus nennen wir ihn den Funken des Atems.

Bei uns kommt der Cordyceps aus der Kultur: ein Extrakt 6:1 aus Myzel des Stammes CS-4, aus derselben Linie wie der Yartsa Gunbu, hergestellt in Estland, ohne Alkohol, vegan und vollständig wasserlöslich. Deklariert sind über 20 % Beta-Glucane und über 0,5 % Adenosin, geprüft von einem unabhängigen Labor.

Chaga, das schwarze Gold der Birke

Der Chaga bricht als schwarzer, rissiger Wulst aus der Rinde lebender Birken und braucht zehn Jahre und mehr, um zu wachsen. Entlang des ganzen borealen Gürtels kennen ihn die Völker: die Chanten in Westsibirien, die Komi, die Samen, in Kanada die Cree, die Innu, die Ojibwe und die Anishinaabe. Bei den Anishinaabe heißt er shkitagen und hütet das Feuer: Ein Funke, der auf ihn fällt, glimmt in ihm weiter, bis man ihn wieder braucht (Robin Wall Kimmerer, Braiding Sweetgrass). Im Haus heißt er der König der Pilze.

Bei uns: Chaga, wild gesammelt in Estland, im Winter, am lebenden Baum und nie kultiviert; als Stücke für den Absud und als Extrakt 8:1, doppelt extrahiert, aus einer biologisch zertifizierten Lieferkette, mit mindestens 12 % Glucanen und 0,5 % Betulin, einem Stoff, den der Pilz von seiner Birke übernimmt. Wo die Birkenwälder zurückgehen, wird der wilde Chaga seltener, und der Superfood-Handel hat manche Gegenden übererntet.

Maitake, Shiitake, Schmetterlingstramete

Drei weitere Pilze gehören zu den Vitalpilzen. Der Maitake heißt auf Japanisch „tanzender Pilz“: Der Legende nach tanzten die Sammler vor Freude, wenn sie ihn fanden. Der Shiitake ist in Ostasien ein alltäglicher Speisepilz. Die Schmetterlingstramete, auf Chinesisch yun zhi, „Wolkenpilz“, trägt gestreifte Fächer in allen Brauntönen. Wir führen keinen der drei.

Fruchtkörper oder Myzel?

Der Fruchtkörper ist der Pilz, den man sieht. Das Myzel ist das Geflecht aus feinen Fäden, aus dem er wächst. Viele Pulver im Handel bestehen aus Myzel, das auf Getreide gezogen und samt Getreide vermahlen wird. Dann steckt viel Stärke im Pulver, und sie zählt bei einem Wert „Polysaccharide“ mit. Aussagekräftiger ist ein deklarierter Gehalt an Beta-Glucanen und die Angabe, was genau extrahiert wurde.

Beim Reishi und beim Lion's Mane nehmen wir den Fruchtkörper, beim Chaga den wild gewachsenen Wulst selbst, beim Cordyceps das Myzel des Stammes CS-4, weil der Fruchtkörper des wilden Pilzes selten ist und seine Ernte die Hochweiden belastet.

Wasserextrakt oder Doppelextrakt?

Heißes Wasser löst die Beta-Glucane. Die Triterpene des Reishi und das Betulin des Chaga lösen sich erst in Alkohol. Ein Doppelextrakt verbindet beide Auszüge; ein reiner Tee lässt die alkohollöslichen Stoffe im Pilz zurück. Deshalb sind unser Reishi und unser Chaga doppelt extrahiert. Beim Lion's Mane sind die Stoffe des Fruchtkörpers, um die es geht, wasserlöslich: Hier genügt heißes Wasser. Der Cordyceps-Extrakt ist ohne Alkohol hergestellt.

Das Verhältnis, etwa 15:1, sagt, wie viele Teile getrockneter Pilz für einen Teil Extrakt verwendet wurden.

Wie nimmt man Vitalpilze ein?

So machen wir es im Haus, mit Richtwerten aus der Überlieferung und von unseren Lieferanten:

  • Extrakte von Reishi, Lion's Mane und Chaga: etwa 0,5 g, ein- bis zweimal am Tag, in ein warmes Getränk, in Wasser, Tee oder ins Essen gerührt.
  • Cordyceps-Extrakt: 0,25 bis 1 g in einem warmen Getränk.
  • Reishi-Scheiben: 5 bis 10 g in einem Liter Wasser zwei bis drei Stunden köcheln lassen, bis die Hälfte verdampft ist, abseihen. Die Scheiben lassen sich mehrmals aufgießen.
  • Chaga-Stücke, gemahlen: zwei bis drei Löffel auf einen Liter Wasser, 20 bis 30 Minuten sanft köcheln, bis der Absud tief dunkel ist. Auch der Chaga lässt sich mehrmals auskochen.

Vitalpilze werden nie sprudelnd gekocht, nur sanft geköchelt. Die Überlieferung trinkt sie regelmäßig, in kleinen Mengen, oft am Morgen.

Pilzkaffee selber machen

Pilzkaffee ist Kaffee mit einem Pilzextrakt darin. Rühre etwa 0,5 g Lion's-Mane- oder Chaga-Extrakt oder 0,25 bis 1 g Cordyceps-Extrakt in die fertige Tasse: Die Extrakte lösen sich direkt auf, ein Absud ist nicht nötig. Der Reishi passt weniger, er ist sehr bitter.

Vorsicht und Nebenwirkungen

Wir geben keine medizinische Auskunft. Diese Hinweise stehen auch auf den Seiten der einzelnen Pilze:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: meiden, es fehlen Daten.
  • Bekannte Pilzallergie: meiden, beim ersten Mal nur eine kleine Menge.
  • Gerinnungshemmer, geplante Operation: vorher ärztlich abklären. Reishi und Chaga etwa zwei Wochen vor einem Eingriff absetzen.
  • Autoimmunerkrankung, Immunsuppressiva, Organtransplantation: nicht ohne ärztlichen Rat.
  • Blutdrucksenkende Medikamente (Reishi, Chaga) oder Diabetesmedikamente (Chaga): vorher ärztlich abklären.
  • Chaga enthält viel Oxalat: nicht bei Nierensteinen aus Calciumoxalat und nicht bei oxalatarmer Ernährung.
  • Lion's Mane: Selten berichten Menschen nach mehreren Wochen von ungewohnter Unruhe oder Niedergeschlagenheit. Dann absetzen.

Im Zweifel fragst du deine Ärztin oder deinen Arzt vor dem Pilz.

Was darf man über Vitalpilze sagen?

In der Europäischen Union darf ein Lebensmittel nur mit einer gesundheitsbezogenen Angabe beworben werden, die zugelassen ist (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006). Für Reishi, Lion's Mane, Cordyceps und Chaga ist bis heute keine zugelassen, auch wenn es Studien zu ihnen gibt. Wir erzählen die Überlieferung, beschreiben die Form und geben Richtwerte für die Zubereitung.

Vitalpilze aus unserem Haus

Reishi, Lion's Mane und Chaga als Extrakt aus dem Fruchtkörper, Cordyceps als Extrakt aus dem Myzel des Stammes CS-4. Für jeden Pilz nennen wir Herkunft, Extraktion und deklarierte Gehalte.

Den Reishi-Extrakt ansehen →
— Häufige Fragen —
Was sind Vitalpilze?

Pilze, die man in kleiner Menge und regelmäßig trinkt, als Absud, Tee oder Extrakt: vor allem Reishi, Lion's Mane, Cordyceps und Chaga, dazu Maitake, Shiitake und die Schmetterlingstramete. Die meisten stammen aus der chinesischen und japanischen Überlieferung, der Chaga aus dem hohen Norden.

Für was sind Vitalpilze gut?

Im Haus geben wir jedem seinen Namen: Lion's Mane ist der Pilz des klaren Geistes, Cordyceps der Funke des Atems, Chaga der König der Pilze, Reishi der Pilz der zehntausend Jahre. Eine gesundheitsbezogene Angabe ist in der EU für keinen von ihnen zugelassen; erzählen können wir, woher sie kommen, wie sie verarbeitet werden und wie man sie traditionell zubereitet.

Welche Vitalpilze gibt es?

Die bekanntesten sind Reishi (Ganoderma lucidum), Lion's Mane oder Igelstachelbart (Hericium erinaceus), Cordyceps, Chaga (Inonotus obliquus), Maitake, Shiitake und die Schmetterlingstramete. INFUSE führt die ersten vier.

Welche Vitalpilze sind die besten?

Das zeigt der Extrakt, an vier Dingen: Fruchtkörper oder Myzel, Wasser- oder Doppelextrakt, ein deklarierter Gehalt an Beta-Glucanen statt nur „Polysaccharide“, und eine genannte Herkunft.

Welche Nebenwirkungen können Vitalpilze haben?

Vorsicht gilt in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Pilzallergie, mit Gerinnungshemmern und vor Operationen, bei Autoimmunerkrankungen, mit blutdruck- oder blutzuckersenkenden Medikamenten, beim Chaga zudem bei Nierensteinen aus Calciumoxalat. Im Zweifel vorher ärztlich abklären.

Sind Vitalpilze und Heilpilze dasselbe?

Es sind dieselben Pilze, unter zwei Namen. Im Haus sagen wir Vitalpilze.

Was ist ein Doppelextrakt?

Ein Extrakt aus zwei Auszügen: mit heißem Wasser für die Beta-Glucane und mit Alkohol für die Stoffe, die sich nur darin lösen, etwa die Triterpene des Reishi oder das Betulin des Chaga. Unser Reishi und unser Chaga sind doppelt extrahiert.

Kann man Vitalpilze in den Kaffee geben?

Ja. Etwa 0,5 g Lion's-Mane- oder Chaga-Extrakt oder 0,25 bis 1 g Cordyceps-Extrakt lösen sich direkt in der Tasse auf.

Sind die Vitalpilze von INFUSE bio?

Die Extrakte von Reishi, Lion's Mane und Chaga stammen aus biologisch zertifizierten Lieferketten. Die wild gesammelten Reishi-Scheiben tragen kein Bio-Siegel.

Quellen

  • Shennong Ben Cao Jing (Han-Zeit): Einordnung des lingzhi unter die shang pin.
  • Robin Wall Kimmerer, Braiding Sweetgrass, Milkweed Editions, 2013: der shkitagen der Anishinaabe.
  • Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel. eur-lex.europa.eu
  • Datenblätter unserer Lieferanten: Extraktionsart, Verhältnis und deklarierte Gehalte der Extrakte von Reishi, Lion's Mane, Cordyceps und Chaga.
Chaga „Yaga“4.9(28)ab 16,50 €Ansehen →
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