

Imphepho
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Räucherwerk, Elixiere und heilige Wasser, um einen Raum zu halten. Der Rauch des Imphepho oder des Palo Santo, das Wasser des Agua de Florida: was eine Schwelle markiert, eine Absicht besiegelt und eine andere Zeit öffnet als die der Hetze.
Bevor man Worte hatte, um das Heilige zu benennen, hatte man Rauch. Der Weihrauch in den Tempeln, das imphepho, das die Zulu an den Eingang legten, das Copal, das in mayanischen Häusern aufstieg. Der Rauch war immer die Grenze, die man zwischen zwei Zuständen der Welt überschreiten kann, dem gehetzten Draußen und dem Drinnen, das sich verlangsamt.
Jede Pflanze dieser Familie trägt ihre eigene Geste. Das *Helichrysum odoratissimum*(imphepho) ruft die Präsenz und den Respekt herbei, das *Bursera graveolens*(palo santo) wärmt den Raum mit seiner Sanftheit, der weiße Salbei (Salvia apiana) klärt die Luft nach einem Streit, das Copal (Protium copal) öffnet die Anrufung. Bewusst trinken oder Rauch aufsteigen lassen, im Grunde ist es dieselbe Geste: eine Präsenz herbeirufen.

Drei wesentliche Gesten:
Erstens: die Absicht vor dem Anzünden benennen. Der Rauch trägt, was gesagt wird, nicht was verschwiegen bleibt.
Zweitens: den Raum atmen lassen — 5 Minuten danach das Fenster öffnen. Die Räucherung ist ein Zyklus, keine Sättigung.
Drittens: danken. Jede Pflanze gibt ihr Harz; die Geste der Dankbarkeit schließt den Kreis.
Artikel mit Stimme, die diese Pflanzen weiterführen — Traditionen, Gesten, Linien.